Wusstest du, dass nur 1 von 7 Produktideen am Ende zu einem erfolgreichen Produkt wird? Und von diesen 7 Ideen durchlaufen nur 4 tatsächlich den Prozess der Entwicklung eines neuen Produkts. Auch wenn es schwierig ist, eine genaue Misserfolgsrate zu beziffern, stehen die Chancen leider ziemlich schlecht, dass deine weltverändernde Idee Erfolg hat.
Einfach gesagt: Es kann ziemlich anspruchsvoll sein, eine neue Produktidee zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Du kannst dich nicht einfach in deinen Sessel setzen, ein paar Ideen ins Notizbuch kritzeln und erwarten, am nächsten Tag schon Leute einstellen zu können, die an deinem Produkt arbeiten. So funktioniert es nur in Zeichentrickfilmen.
In der realen Welt musst du einen langen und herausfordernden Produktentwicklungsprozess mit einer soliden Marketing-Strategie durchlaufen, um deine Vision in das nächste große Produkt auf dem Markt zu verwandeln. Lies weiter, um die Einzelheiten des Entwicklungsprozesses für neue Produkte genau kennenzulernen.
Der Prozess der Entwicklung neuer Produkte
Der Prozess der Entwicklung neuer Produkte bezeichnet, wie der Name schon sagt, eine Reihe von Phasen, die das Team durchläuft, um eine neue Produktidee auf den Markt zu bringen. Von der Ideensammlung über die Marktforschung und Entwicklung der Marketingstrategie bis hin zur Prototypenentwicklung sorgt dieser sequenzielle Ablauf dafür, dass das Produkt auf die richtige Art und für den passenden Markt eingeführt wird.
Hier sind sieben zentrale Phasen des Produktentwicklungsprozesses:
- Ideenfindung
- Produktdefinition
- Prototyping
- Erste Gestaltung
- Validierung und Testen
- Entwicklung des Endprodukts
- Kommerzialisierung

Der Prozess vereint verschiedene Disziplinen, von der Designentwicklung bis hin zu Produktexperten für Marketing, um das Produkt zu verwirklichen. Außerdem geht es auch darum, die Finanzierung zu sichern, um deine Idee in Schwung zu bringen. Schauen wir uns die Phasen im Detail an:
Ideenfindung – Was ist die große Idee?

Natürlich braucht es eine Idee als Ausgangspunkt. Besonders für Gründerinnen und Gründer ist diese erste Phase meist die schwierigste. Da die Welt immer schnelllebiger wird und Kundinnen und Kunden mehr von Unternehmen verlangen, fällt es Unternehmerinnen und Unternehmern oft schwer, den Ideenfindungsprozess so zu meistern, dass wirklich eine marktfähige, verkaufsstarke Idee dabei herauskommt.
Lass mich eines klarstellen: Nicht jede revolutionäre Idee muss grundsätzlich neu sein. Viele der besten Ideen der Welt wurden von bereits bestehenden Produkten inspiriert.
Dennoch: Die Ideenfindung ist in der Praxis alles andere als einfach. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dir eines Tages aus dem Nichts eine bahnbrechende Idee einfällt. Meistens ist aber etwas mehr Aufwand nötig. Du kannst zum Beispiel neue oder bestehende Produktideen sammeln und anschließend mit der systematischen Ideenbewertung beginnen.
Wie lassen sich Ideen bewerten?
Bevor du damit beginnst, Ideen zu bewerten und zu brainstormen, brauchst du ein klar definiertes Geschäftsziel. Die Produktvision und die methodischen Ansätze müssen mit den Unternehmenszielen übereinstimmen, damit deine Produktidee auch wirklich einen Mehrwert für dein Unternehmen bringt. Eine Produktvision sollte langfristig und inspirierend sein, dem Team die Richtung vorgeben und auch den Kunden zeigen, was das Produkt erreichen soll.
Grundsätzlich ist eine gute Idee jene, die einen echten Kundenbedarf erfüllt, einen Zielmarkt erschließt (bzw. einen neuen Markt erschließt) und auch für das Unternehmen einen wirtschaftlichen Mehrwert bietet. Es muss zu dieser Phase noch nichts Ausgereiftes sein, da die Ideenfindung im Verlauf des NPD-Prozesses weiter optimiert wird.
Der Ideenmanagement-Prozess lässt sich mit den folgenden Methoden strukturieren:
1. Ideensammlung
Am Anfang steht eine gründliche Marktrecherche und die Einbindung wichtiger Stakeholder, um die besten Produktideen zu finden. Sinnvoll ist es dabei für das Unternehmen, einen zentralen Ideenspeicher – etwa als Tabelle oder mithilfe einer Ideenmanagement-Software – bereitzustellen.
Wichtig dabei: Der Blick sollte immer nach innen und außen gehen, also sowohl interne als auch externe Quellen für die Ideenfindung und -sammlung einbeziehen.
2. Priorisierung
Als Nächstes ist es wichtig zu beachten, dass nicht jede Idee umgesetzt werden kann. Dem Unternehmen stehen nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung, um die Konzeptentwicklung von nur wenigen Ideen zu verfolgen. Daher sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die besten Ideen aus der gesamten Auswahl zu priorisieren.
Hierbei können verschiedene Techniken, wie die Wert-gegen-Komplexitäts-Matrix oder der Bucket-Ansatz, eingesetzt werden. Zudem sollte in diesem Stadium der tatsächliche Wert aller vorliegenden Ideen überprüft werden.
3. Nutzerverhalten quantifizieren
Kundenfeedback und deren Bedürfnisse können stets dabei helfen, neue Produktideen zu verfeinern. Deshalb sollten Unternehmer oder Entwicklungsteams immer darauf achten, ihre Zielgruppe anzusprechen, herauszufinden, was diese sich wünschen und welche bestehenden Produkte für sie funktionieren oder nicht.
4. Recherchieren, recherchieren und noch einmal recherchieren
Die beste Idee kann durch Marktforschung weiter ausgearbeitet werden. Es ist wichtig, zunächst herauszufinden, wo das Startup innerhalb der Branche angesiedelt ist und dann eine Wettbewerbsanalyse durchzuführen. Im Folgenden einige Fragen, die Sie sich in dieser Phase des Testmarketings stellen können:
- Gibt es ein ähnliches Produkt in der Branche?
- Wurde das Endprodukt in der Vergangenheit schon einmal auf dem Markt eingeführt? Ist es gescheitert? Warum?
- Wie verkaufen konkurrierende Unternehmer das Produkt auf dem Markt?
- Wodurch unterscheidet sich Ihr Produkt von anderen am Markt?
- Gibt es eine Möglichkeit, die ursprüngliche Idee weiter zu verfeinern, um sie besser an die Marktbedürfnisse anzupassen?
Es kann einige Zeit dauern, bis die Idee ausreichend verfeinert wurde, um zum nächsten Schritt überzugehen.
Produktdefinition

Der nächste Schritt im Produktlebenszyklus ist die Definition und Planung des Produkts. Bei der Produktdefinition wird im Grunde die komplette Roadmap zur Erstellung des Produkts festgelegt und ermittelt, welche Ressourcen erforderlich sind, um das Produkt Wirklichkeit werden zu lassen.
Am besten beginnt man die Produktplanung mit einer Skizze, wie das Produkt aussehen soll, sowie einer ausführlichen Beschreibung aller Funktionen und Merkmale. Daran können Sie die zur Fertigstellung des Produkts benötigten Komponenten identifizieren. Für die Herstellung einer Halskette werden zum Beispiel folgende Dinge benötigt:
- Dünnes Nylon
- Quetschperlen
- Steine
- Verschluss
- Quetschzange
- Seitenschneider
- Bindering
Darüber hinaus ist es auch unerlässlich, die Personen zu identifizieren, die während des gesamten Produktentwicklungsprozesses beteiligt sein werden, zum Beispiel das Design-, Marketingteam und weitere, falls nötig.
Weiterführende Lektüre: 10 Beste Softwarelösungen für Produktplanung
Prototyping

Die Prototyping-Phase ist einfach die Erstellung eines Modells des Produkts, das zeigt, wie das Endprodukt aussehen wird. Diese Phase ist eine Art Experimentierprozess, in dem Sie die Freiheit haben, verschiedene Versionen des Produkts auszuprobieren, bevor Sie sich für das endgültige Design entscheiden.
Es sollte auch beachtet werden, dass sich der Prototyping-Prozess von Produkt zu Produkt unterscheidet. Wenn Sie beispielsweise ein neues Gericht auf den Markt bringen wollen, können Sie selbst mit dem Rezept experimentieren, bis es perfekt ist. Genauso können Sie, wenn Sie einen neuen Lippenstiftton als Heimunternehmen herausbringen möchten, verschiedene Varianten ausprobieren.
Wenn Ihr Produkt jedoch deutlich komplexer ist und die Mitwirkung weiterer Fachleute erfordert, wird die Prototypenphase anders verlaufen. Beispielsweise müssen Sie für ein IT-Produkt mit weiteren Experten zusammenarbeiten, um den Prototyp zu entwerfen. Technische Produkte wie Elektronik erfordern tatsächlich 3D-Rendering-Techniken oder spezielle CAD-Software (Computer Aided Design), um Prototypen zu erstellen.
Die 3D-Designs werden dann mittels Formen oder 3D-Druck in physische Produkte umgesetzt, um das Produkt in Echtzeit zu testen. Ein Minimum Viable Product bietet den grundlegenden Vorteil der Machbarkeitsprüfung. Allerdings können mit Prototyping auch bestimmte Kosten verbunden sein.
Weiterführende Lektüre: 10 Beste Softwarelösungen für neue Produktentwicklung
Beschaffung
Sobald Sie Ihr Produkt visualisiert und die wichtigsten Ressourcen identifiziert haben, die zur Herstellung des Produkts benötigt werden, müssen Sie mit der Beschaffung der erforderlichen Ressourcen beginnen. Anders ausgedrückt: Sie bauen Ihre Lieferkette auf.
Wenn Sie das Produkt selbst testen, zum Beispiel ein neues Gericht oder ein Kosmetikprodukt, können Sie die Zutaten oder Produkte selbst beschaffen. Hier erweist sich die Liste der Ressourcen, die Sie in der Produktdefinitionsphase erstellt haben, als nützlich.
Handelt es sich hingegen um ein eher kompliziertes Produkt wie ein Haushaltszubehör, benötigen Sie professionelle Unterstützung von vertrauenswürdigen Anbietern aus der Branche, um die Ressourcen für das Produkt zu beschaffen. Zunächst können Sie in der Prototypenphase mit kostengünstigen Materialien starten, um akzeptable Modelle des Produkts herzustellen.
In dieser Phase können Sie ebenfalls nach relevanten Interessengruppen suchen, die Sie bei der Prototyperstellung unterstützen können – zum Beispiel CAD-Ingenieure für ein technisches Produkt oder Softwareentwickler, wenn Sie ein Online-Produkt auf den Markt bringen.
Lieferanten lassen sich sowohl online als auch vor Ort durch Marktrecherche finden. Es gibt zahlreiche lokale Fachmessen, auf denen Anbieter und Hersteller ihre Produkte präsentieren.
In der Beschaffungsphase müssen Sie auch entscheiden, ob Sie das Endprodukt selbst herstellen oder die Produktion auslagern möchten. Beispielsweise vergeben viele Unternehmen die Entwicklung ihrer Website oder App mittlerweile an externe Dienstleister im Ausland. Beide Varianten haben jeweils Vorteile als auch Nachteile.
So ermöglichen Ihnen Offshore-Dienstleister beispielsweise Zugang zu Talenten, die in der lokalen Branche nicht verfügbar sind. Allerdings kann es große Unterschiede hinsichtlich Arbeitsmoral und Zeitzonen zwischen internen und externen Teams geben. Interne Teams wiederum passen sich besser an die Werte des Unternehmens an, jedoch ist der Aufbau eines lokalen Teams oft deutlich teurer. Führen Sie eine Kostenanalyse für beide Optionen durch und entscheiden Sie entsprechend.
Minimum Viable Product (MVP)
Während der Prototypenerstellung müssen Sie sich auch darauf konzentrieren, Ihr Minimal funktionsfähiges Produkt (MVP) zu entwickeln. Während der Prototyp die erste Version oder das Designmodell Ihres Produkts ist, handelt es sich beim MVP um eine anfängliche, funktionale Version des Produkts, die von Ihren Kunden getestet werden kann.
Durch die Entwicklung eines MVPs können Sie Kundenfeedback nutzen, um die nächsten Entwicklungsschritte Ihres Produkts zu steuern. Allerdings gibt ein MVP keinen Aufschluss darüber, welchen Marktanteil Sie erreichen werden. Hier sind einige großartige Beispiele für erfolgreiche MVPs.
Betrachten wir zum Beispiel AirBnB. Das heutige AirBnB war früher AirBed&Breakfast. Die Idee war, Personen, die zu einer Designkonferenz nach San Francisco reisten, eine Unterkunft zu bieten. Die Gründer testeten das Konzept bei drei zahlenden Gästen – heute ist AirBnB eines der revolutionärsten Unternehmen weltweit.
Die drei zahlenden Gäste, die damals die Dienste von AirBed&Breakfast nutzten, sind ein Beispiel für ein Minimal funktionsfähiges Produkt. Ein MVP ermöglicht es Unternehmern, durch direktes Feedback von potenziellen Kunden praktisch zu erfahren, wie ihr Produkt ankommt, und schon vor dem offiziellen Markteintritt Verbesserungsbedarf zu identifizieren.
Genauso veröffentlichen Unternehmen in der Softwareentwicklung Beta-Versionen ihrer Apps aus genau diesem Grund.
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Kalkulation
Auch die Kostenberechnung ist Teil der Phasen der Neuproduktentwicklung. In dieser Phase können Unternehmer einschätzen, wie viel die Produktion eines Produkts insgesamt kostet und welchen idealen Verkaufspreis sie ansetzen müssen, um einen Gewinn zu erzielen. Folgende Fragen sollten Sie bei Ihrer Geschäftsanalysen stellen:
- Handelt es sich um einen Alltagsgegenstand oder gehört das Produkt zur Premium-Kategorie?
- Wird das Produkt aus lokalen oder aus kostspieligeren Ressourcen hergestellt?
- Wird das Produkt umweltfreundlich sein?
- Welche Art von Verpackung und Kennzeichnung wird benötigt?
- Wie werden Sie die Qualität der Materialien bewerten und kontrollieren?
- Wie hoch werden Ihre Produktions- und Personalkosten sein?
Die Beschaffungsphase hat Ihnen wahrscheinlich bereits einen guten Überblick über die Marktpreise und die verfügbaren Anbieter verschafft, die Sie bei der Beschaffung der Materialien oder des gesamten Produkts unterstützen können. Zu den wichtigsten Kostenfaktoren, die Sie berücksichtigen sollten, zählen unter anderem:
- Rohstoffe
- Fabrikaufbau
- Lohnkosten
- Produktion
- Versand
- Import und Zölle (falls zutreffend)
- Marketing
Erste Entwürfe

Sobald Sie mehrere Prototypen des Produkts erstellt und das Feedback Ihrer Kunden während der Iterationen des MVP umgesetzt haben, können Sie das Design des Produkts finalisieren und eine Charge davon herstellen. Hier sollten Sie die tatsächlichen Ressourcen verwenden, die Sie auch für die Massenproduktion des Produkts einsetzen möchten, um zu sehen, wie das Produkt tatsächlich aussehen wird. Dies ist eine Funktion von Produktentwicklungssoftware, die Sie vor dem Kauf bewerten sollten. Designfähigkeiten sind hierbei entscheidend.
Validierung und Testen

Bevor Sie das endgültige Produkt auf den Markt bringen, müssen Sie das Produkt testen und sicherstellen, dass es genauso funktioniert, wie Sie es geplant haben. In diesem Stadium können Sie das Produkt mit einem deutlich größeren Publikum teilen als in der MVP-Phase und um umsetzbares Feedback zum Produkt bitten.
Diese Phase wird besser als Markttest verstanden, der es Unternehmern ermöglicht, ihre Produktidee am Markt zu validieren.
Lassen Sie potenzielle Kunden das Produkt immer in realen Situationen testen, um zu erkennen, ob das Produkt gut funktioniert oder nicht.
Entwickeln Sie Ihr finales Produkt

Dies ist die spannendste Phase im Produktentwicklungsprozess, denn hier erfolgt die Produktion des endgültigen Produkts, das auf dem Markt verkauft werden soll. In dieser Phase können Sie die Erkenntnisse aus der MVP- und Prototypen-Phase anwenden, was Sie eventuell dazu zwingt, zum Prototyping zurückzukehren und einige Änderungen am Design vorzunehmen. Allerdings ist es besser, Fehler und Schwächen jetzt zu erkennen und zu beheben, denn später wird es viel teurer.
Die Entwicklungsphase kann je nach Unternehmen unterschiedlich aussehen, abhängig davon, was für ein Produkt entwickelt wird. Die Entwicklung eines physischen Produkts kann beispielsweise die Montage verschiedener Komponenten im Lager beinhalten, wohingegen bei einer Website das Schreiben und Optimieren des Codes erforderlich ist, damit sie funktioniert.
Kommerzialisierung

Die letzte Phase im Prozess der neuen Produktentwicklung ist die Kommerzialisierung; das bedeutet im Grunde die Markteinführung des Produkts. Sobald das Produkt fertig entwickelt und getestet ist, ist es bereit für die Markteinführung und kann von Kunden gekauft werden. Im Vorfeld müssen Sie eventuell noch notwendige Patente und Markenrechte sichern, um Ihr geistiges Eigentum vor der Einführung zu schützen.
Produkteinführung
Als Unternehmer benötigen Sie eine umfassende Strategie für die Produkteinführung, um am Markt genügend Aufmerksamkeit zu erzeugen. Sie können Ihr Produkt nicht einfach ins Regal stellen oder eine Website veröffentlichen und erwarten, dass die Kunden automatisch kommen. Sie müssen einen gewissen „Hype“ erzeugen – entweder online und/oder offline.
Produktvermarktung
Als Unternehmer müssen Sie, um im Marketing Erfolg zu haben, die Herzen Ihrer Kunden gewinnen! Marketing ist die letzte Hürde, um die Verkäufe Ihres Produkts zu steigern und Kunden zu gewinnen. Sobald Sie Ihr Produkt entwickelt haben, sollten Sie daher Zeit und Mühe in eine tragfähige Marketingstrategie investieren, um Ihr Produkt den Kunden vorzustellen.
Es ist in Ordnung, wenn Sie zum Start kein großes Budget für teure Kampagnen haben. Es gibt einige bewährte Strategien, mit denen Sie eine erste Kundengruppe gewinnen können, zum Beispiel:
- Erstellen einer Abonnentenliste für den Versand von E-Mails zur Produkteinführung
- Zusammenarbeit mit kleinen Influencern im Rahmen einer Affiliate-Marketing-Kampagne
- Bewerbung des Produkts auf Plattformen wie Instagram und TikTok durch selbst erstellte Inhalte
- Teilen von Bewertungen der ersten Kunden und Nutzung von Mundpropaganda
- Kontaktaufnahme mit Verlagen, damit das Produkt in Geschenkeführern oder „Top-Ten-Listen“ vorgestellt wird
- Ausrichten einer Marketingkampagne passend zu Feiertagen oder Tagen wie Black Friday
Sie können auch von persönlichen Veranstaltungen wie Messen, Pop-ups und Ausstellungen profitieren, um Ihr Produkt zu bewerben. Oder Sie können in Ihrem lokalen Zielmarkt das Produkt bekannt machen, um einen Hype zu erzeugen.
Wenn Sie zum Beispiel studieren und ein Produkt für Menschen in Ihrem Alter auf den Markt bringen, können Sie damit beginnen, das Produkt auf Ihrem Hochschulcampus, im Fitnessstudio oder im Freundeskreis zu bewerben – die Möglichkeiten sind endlos. Wenn Sie bereits über ein etabliertes Netzwerk verfügen, können Sie auch Ihre Unternehmer-Freunde dazu animieren, das Produkt in ihren Kreisen ins Gespräch zu bringen, um die Mundpropaganda zu verstärken.
Entsprechend gibt es keine „Einheitslösung“ für eine erfolgreiche Produktvermarktung. Kein Produkt wird jemals genau gleich vermarktet. Ziel sollte es jedoch sein, den größtmöglichen Output für die eingesetzten Ressourcen zu erreichen.
Wenn Sie zum Beispiel wissen, dass Ihr Produkt nicht zu dem Inhalt passt, den ein bestimmter Influencer produziert, ist es besser, Ihr Geld an anderer Stelle in den sozialen Netzwerken zu investieren.
Denken Sie daran: Verschiedene Arten von Produktentwicklungs-Software haben unterschiedliche Schwerpunkte, wählen Sie also das Tool aus, das für Ihre Anforderungen am besten geeignet ist.
Finanzierung: Wie Sie Mittel für die Entwicklung neuer Produkte sichern
Die Finanzierung ist wohl das größte Hindernis, dem sich jeder enthusiastische Unternehmer stellen muss. Sie haben vielleicht eine hervorragende Produktidee und sogar einen funktionierenden Prototypen entwickelt, aber wenn Sie nicht über genügend finanzielle Ressourcen verfügen, um die Entwicklung und Vermarktung des Produkts zu unterstützen, könnten Ihre Träume schnell zu Fall gebracht werden.
Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Kapital für Ihr neues Produkt sichern und Ihre unternehmerische Reise fortsetzen können. Eine der gängigsten Methoden zur Unternehmensfinanzierung ist zum Beispiel, einen Kredit bei einer Bank aufzunehmen.
Verschiedene Banken bieten unterschiedliche Geschäftspakete an. Neue Unternehmen haben es jedoch oft schwer, Darlehen zu bekommen – insbesondere wenn sie ihr erstes Produkt auf den Markt bringen – weil Banken auf Ihre bisherigen Buchhaltungsunterlagen angewiesen sind, um zu prüfen, ob Sie kreditwürdig sind.
Und selbst wenn ein Unternehmer einen Kredit erhält, sind daran verschiedene Bedingungen geknüpft (wie etwa der Rückzahlungszeitraum, der immer wie ein Damoklesschwert über dem Unternehmen schweben kann).
Angel-Investoren werden heutzutage ebenfalls immer beliebter. Sie sind im Grunde vermögende Privatpersonen, die Unternehmen mit finanziellen Mitteln unterstützen. Im Gegenzug erhalten sie einen Geschäftsanteil an dem Unternehmen. Diese Methode wird als „Seed Funding“ bezeichnet.
Der Angel-Investor beurteilt sowohl den Geschäftsplan als auch die vorausgesagte Produktnutzung am Markt, um das potenzielle Wachstum des Unternehmens in der Zukunft abzuschätzen. Auch wenn Unternehmen häufig einen gewissen Teil der Kontrolle an den Investor abgeben, bringen diese Personen oft zusätzliche Erfahrung in das Unternehmen ein und können dem Unternehmer helfen, den Erfolg des Produkts noch weiter zu steigern.
Es gibt außerdem eine dritte Option: Risikokapitalgeber, oft als VCs bezeichnet.
Was sind VCs?
Risikokapitalgeber sind funktional ähnlich wie Angel-Investoren und zählen heutzutage zu den vertrauenswürdigsten Partnern, wenn es um die Finanzierung neuer Produkte geht.
Während Angel-Investoren Einzelpersonen sind, handelt es sich bei Risikokapitalgebern um große Unternehmen, die vor allem in kleine Firmen investieren, um Profit zu erwirtschaften. Anders gesagt: Risikokapitalgeber suchen gezielt nach Geschäftsgelegenheiten zur Investition. Sie legen besonderen Wert auf den Businessplan und darauf, ob das Produkt sich am Markt behaupten kann.
Im Gegenzug für ihre Investition verlangen sie einen bestimmten Prozentsatz der Unternehmensanteile. Sie können ihre Anteile aber auch wieder an den Unternehmer zurückverkaufen, wenn sich dies als profitabel herausstellt.
Der größte Vorteil von Venture Capital ist, dass junge Unternehmen, die bei Banken keine Kredite bekommen, auf VCs als Finanzierung setzen können. Start-ups müssen für VC-Mittel im Gegensatz zu Bankdarlehen keine Sicherheiten oder Cashflow bereitstellen. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass VC-Investoren oft auch Mentoring- und Netzwerkleistungen bieten.
VC-Investments können in verschiedenen Phasen erfolgen. Die Pre-Seed-Phase zum Beispiel ermöglicht es dem Unternehmen, an einem Accelerator-Programm teilzunehmen und frühzeitiges Mentoring der Investoren für ihre Produktideen zu bekommen.
Die Seed-Finanzierungsphase hingegen stellt Mittel zur Verfügung, damit das Unternehmen sein erstes Produkt auf den Markt bringen kann. Diese Frühphasen-Finanzierung vergrößert zusätzlich die Kapazitäten, um Produktion und Absatz am Markt zu skalieren.
Es gibt zahlreiche Wege, um einen VC anzusprechen. Üblicherweise öffnen diese Firmen über das Jahr hinweg verschiedene Runden, in denen andere Unternehmen ihre Pitch-Präsentationen und Businesspläne einreichen können. Zeigt eine VC-Firma Interesse an einem „Kandidaten“, kann der Investor eine genaue Prüfung durchführen und in Meetings die Produktidee im Detail kennenlernen.
Entsprechend müssen Unternehmer ihre Produkte bis ins Detail kennen, bevor sie sich um VC-Finanzierung bemühen, damit sie ihre Produktidee verteidigen, im post-pandemischen Umfeld konkurrenzfähig bleiben und das Vertrauen der Investoren gewinnen können.
Das war's
Da hast du es – eine grundlegende Anleitung zur Entwicklung eines neuen Produkts! Ich weiß, dass Produktentwicklung wie eine entmutigende Aufgabe erscheinen kann, aber das muss sie nicht sein. Wenn du die in diesem Beitrag beschriebenen Schritte befolgst, kannst du deine großartige Idee in die Realität umsetzen.
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