In einer zunehmend digitalen Welt ist es kaum zu glauben, dass manuelle, vielschichtige Geschäftsmodelle weiterhin existieren. Im Bereich der Fertigung – der derzeit von Problemen in der Lieferkette und rückständigen Lagerbeständen geprägt ist – herrschen mühsame und veraltete Systeme vor, die ein ohnehin schon komplexes industrielles Gefüge dominieren. Daher sahen sich Produktmanager und Hersteller gezwungen, Agile-Systeme und -Prozesse einzuführen, um die Produktion zu digitalisieren und zu beschleunigen.
Im Mittelpunkt des digitalen Änderungsprozesses stehen Produktmanager. Produktmanager befinden sich an der Schnittstelle zwischen Lieferantenwissen und Kundendistribution. Die Verantwortlichkeiten dieser Rolle gehen jedoch über diese traditionellen Grenzen hinaus.
Während ein Unternehmen durch wirtschaftliche Unsicherheiten, Inflation und Engpässe navigiert, besteht das Ziel des Produktmanagers darin, diesen Herausforderungen immer einen Schritt voraus zu sein. Der Produktmanager muss Verbraucher-trends in Echtzeit vorhersehen, bevor sie den Markt dominieren. Die Produktionspläne werden entsprechend angepasst und verändert.
Die Einführung von Agile und damit verbundenen digitalen Prozessen führt zu einer nahtloseren und effizienteren Produktentwicklung und -überwachung. Diese automatisierten Strukturen maximieren gleichzeitig den Produktausstoß und den nachfolgenden Gewinn.
Verwenden Sie automatisierte Lösungen zur Sicherstellung von Effizienz
Die Einführung der digitalen Transformation und die Implementierung von Big-Data-Lösungen sind entscheidende Werkzeuge, um das Angebot eines Unternehmens zu verbessern. Wenn sie mit Agile-Fertigungsprozessen kombiniert werden, kann die Unternehmensleistung die Erwartungen der Kunden übertreffen und die Gewinnmargen erheblich erhöhen.
Die technologischen Werkzeuge, die bei diesen Übergängen zu agilen Strategien eingesetzt werden, unterstützen die Kerneffizienz und die Gesamtleistung eines Unternehmens. Diese optimierten Prozesse können dazu beitragen, gewinnschmälernde Umstände – wie die anhaltenden Auswirkungen von Covid-19 oder kontinuierliche Störungen in der Lieferkette – zu bewältigen, indem sie mehrstufige interne Abläufe aufgliedern und in weniger, besser systematisierte Verfahren integrieren. Die Verbindung von Produkt- und Geschäftsstrategien zu einer einheitlichen Produkt-Roadmap verschafft Herstellern einen strategischen Gesamtüberblick über ihr Produktportfolio und ermöglicht es, Ergebnisse präziser vorherzusagen, während gleichzeitig die internen Abläufe vereinfacht werden.
Mitarbeiterfeedback einholen
Die digitale Transformation ist ein schrittweiser und gemeinschaftlicher Prozess. Transparenz und offene Kommunikation sollten von CIOs priorisiert werden, um das Unternehmen zu vereinen und Lösungen zu integrieren, die allen zugutekommen. Eine Umgebung, die unternehmensweiten Zusammenhalt und Offenheit für Feedback betont, ist am ehesten in der Lage, unter den neuen automatisierten Bedingungen zu gedeihen. Unternehmen sollten klein anfangen, z. B. mit gemeinsamen Brainstormings oder bereichsspezifischen Schulungen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Das Herzstück eines Fertigungsunternehmens ist das Produktteam, dessen Position eine souveräne Kommunikation mit der Geschäftsleitung über die Produktion und die Unternehmensausrichtung erfordert. Ein offener Dialog mit dem Produktteam kann helfen, das Unternehmen zu organisieren und neu auszurichten – besonders dann, wenn man Problemlösungstools unter einer gemeinsamen Datenbasis implementieren möchte.
Vorbereitet sein auf das Unerwartete
Für eine effektive Produktstrategie müssen Unternehmen sowohl mit dem Besten rechnen als auch auf das Schlimmste vorbereitet sein. Ein Mangel an strategischer Planung, einschließlich einer starken Produktvision, führt garantiert zu Geldverlusten und Zeitverschwendung – Produktionsprobleme resultieren in kostspieligeren Projekten, unerreichten Umsatzzielen und aus dem Ruder laufenden Organisationsbemühungen.
PRM, also das Management der Produkt-Roadmap, besteht aus einer Reihe von Plattform-Systemen, die ein Produkt in jeder Produktionsphase verfolgen. Der Einsatz dieser strategischen Planungsplattformen stellt sicher, dass Entwicklung und Einführung von Produkten mit den übergeordneten Geschäfts- und Marktziele in Einklang stehen. Im Produktionssektor sind viele Teams und Komponenten an den Fertigungsprozessen beteiligt. Um ein Produkt fertigzustellen, benötigt der Produktmanager die Mitarbeit zahlreicher Abteilungen, sowohl intern als auch extern, um Kundenbedürfnisse zu erfüllen.
Während der Produktmanager mit internen und externen Beteiligten koordiniert, sind Kommunikation und Organisation der Schlüssel. Wenn beispielsweise ein Lieferant elektronische Komponenten in ein Produkt einbaut – wie einen Motor oder Mikrochip – muss der Produktmanager den Dialog zwischen externer Quelle und internen Teammitgliedern aufrechterhalten. Kein Unternehmen ist jedoch vor menschlichen Fehlern gefeit. Die alarmierende Geschwindigkeit, mit der kleine Fehler zu größeren und teureren Hürden anwachsen können, sollte stets ein zentrales Thema in allen Unternehmensdiskussionen sein.
Vor diesem Hintergrund helfen PRM-Lösungen, diese unvermeidlichen Fehler zu verringern und zu bekämpfen. Unter einer gemeinsamen Datenbasis betrieben, verfolgen diese Plattformen Produktionszeiten, bewerten die Kundennachfrage und überwachen neue Produktentwicklungen sowie Änderungen von Lieferanten. PRM ermöglicht es Produktmanagern, mit abteilungsübergreifenden Stakeholdern zusammenzuarbeiten, um finanzielle und kundenbezogene Ziele zu erreichen. So wird sichergestellt, dass jeder Schritt und jede Abteilung eines Unternehmens auf die Unternehmensziele ausgerichtet sind.
Um eine effiziente Produktstrategie zu entwickeln, müssen Sie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeitenden und Ihres gesamten Unternehmens neu bewerten. Das Ziel, durch gebündelte Anstrengungen die internen Abläufe zu verbessern, erfordert ein hohes Maß an Engagement, Zusammenarbeit und Kommunikation. Insgesamt ist die Einführung von agilen Lösungen und die Digitalisierung manueller Prozesse nur die halbe Miete. Der Erfolg bei der Neuausrichtung der internen Organisation und der Einführung einer digitalen Transformation hängt ganz davon ab, inwieweit ein Unternehmen bereit ist, seinen Mitarbeitenden zuzuhören und gemeinsam mit ihnen diese bedeutenden Veränderungen anzugehen.
