Wenn zahllose Ideen und Features im Meetingraum herumschwirren, kann das die Entscheidungsfindung im Produktmanagement erschweren. Das gewichtete Bewertungsmodell ist eines von vielen Priorisierungs-Frameworks, die Ihnen dabei helfen können, Produktfunktionen objektiv zu priorisieren und Ihre Produkt-Roadmaps zu optimieren. So nutzen Sie die gewichtete Bewertungsformel als Entscheidungs-Matrix im Produktmanagement.
Wie nutzen Sie die Gewichtung von Bewertungen?
Im Mittelpunkt des gewichteten Bewertungsmodells steht ein Priorisierungsprozess, der es Ihnen ermöglicht, sich auf die wichtigsten Initiativen zu konzentrieren.
Das müssen Sie tun:
- Kriterien auflisten: Jedes Produkt oder Projekt hat einen eigenen Satz an Bewertungskriterien. Von Funktionalität und Preisgestaltung über Nachhaltigkeit bis zu Datenschutzaspekten – listen Sie alles auf, was wichtig ist.
- Eine Gewichtung festlegen: Mithilfe einer numerischen Bewertungsmethode weisen Sie jedem Kriterium einen Zahlenwert zu (meistens von 1-10). Je höher der Wert, desto wichtiger ist das Kriterium.
- Jedes Element bewerten: Jedes Produktfeature im Produkt-Backlog hat einen anderen Wert. Anhand von Metriken – eventuell auch mit einer Excel-Vorlage – bewerten Sie jedes Feature gemäß den aufgestellten Kriterien.
- Multiplizieren und aufsummieren: Ermitteln Sie die Gesamtsumme, indem Sie den Zahlenwert jedes Elements mit seinem Gewichtswert multiplizieren. Addieren Sie diese, um die Gesamtpunktzahl zu erhalten.
Wie wird die gewichtete Bewertung berechnet?
Formel:
Gesamtpunktzahl (oder Endwert) = Summe aus (numerischer Wert jedes Kriteriums × zugehöriger Gewichtungswert)
Diese Formel ist das Rückgrat der Bewertungsmatrix. Sie vereinfacht die Kosten-Nutzen-Analyse jedes Features und hilft, einen gewichteten Durchschnitt für eine einfachere Entscheidungsfindung zu berechnen.
Wie werden gewichtete Ergebnisse analysiert?
Das Interpretieren der Zahlen aus der Priorisierungs- oder Bewertungsmatrix liefert umsetzbare Erkenntnisse.
- Höhere Punktzahlen: Platzieren Sie diese Initiativen an oberster Stelle in Ihrer Produkt-Roadmap-Vorlage. Sie bieten erhebliche Vorteile und stehen im Einklang mit den Produktentwicklungszielen.
- Mittlere Punktzahlen: Planen Sie diese nach den wichtigsten Aufgaben ein. Sie sind vielversprechend, können jedoch warten.
- Niedrigere Punktzahlen: Diese Initiativen landen häufig im Backlog. Überprüfen Sie sie erneut, sobald Ressourcen zur Verfügung stehen.
Die Punktzahlen sind mehr als bloße Zahlen – sie sind aufschlussreiche Kennzahlen für Produktteams und Entscheidungsträger. Sie können die Ergebnisse nutzen, um die Richtung Ihres Projekts oder Produkts zu überdenken.
Wie nutzen Product Manager die gewichtete Bewertung?
Als Product Manager bietet das gewichtete Bewertungsverfahren viele Einsatzmöglichkeiten für die Produktentwicklung und die Priorisierung von Integrationen:
- Feature-Priorisierung: Der erste Schritt der Produktentwicklung ist, die lange Liste an Produktfeatures zu filtern. Das gewichtete Bewertungsmodell macht diesen Entscheidungsprozess effizient.
- Ressourcenzuteilung: Mit dem klaren Bild aus der Priorisierungsmatrix können Teammitglieder die richtigen Aufgaben übernehmen.
- Stakeholder-Kommunikation: Stakeholder wollen stets das „Warum“ verstehen. Durch das Aufzeigen der gewichteten Bewertung schaffen Sie Transparenz.
- Kontinuierliche Neubewertung: Die Produktlandschaft ist dynamisch. Als Product Manager sollten Sie regelmäßig auf Ihre Entscheidungs-Matrix zurückgreifen, damit wichtige Faktoren nicht übersehen werden.
- Vorlagen und Tools: Nutzen Sie Produktmanagement-Tools, Excel oder Integrationen mit Plattformen wie LinkedIn, um den Prozess der gewichteten Bewertung zu vereinfachen.
- Über Produkte hinaus: Sie können nicht nur Features, sondern auch Bereiche wie Preisgestaltung, Nachhaltigkeit oder den Umgang mit personenbezogenen Daten mit dem gewichteten Bewertungsmodell beurteilen.
Das gewichtete Bewertungsmodell ist eine hervorragende Methode, um Entscheidungsprozesse zu straffen. Ob Sie das nächste große Produkt bauen oder Projektmanagement-Initiativen strategisch steuern – dieses Modell ist als Product Manager Ihr Wegweiser zum Erfolg.
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