Derzeit identifiziert sich nur etwa jede vierte Person in der Tech-Branche als Frau. Was ist also nötig, um als Frau eine erfolgreiche Karriere in der Technologiebranche aufzubauen? In dieser Interviewreihe mit dem Titel Frauen in der Technik sprechen wir mit erfolgreichen Führungspersönlichkeiten der Tech-Branche, um Einblicke und Geschichten darüber zu teilen, was sie getan haben, um erfolgreiche Karrieren einzuschlagen. Außerdem diskutieren wir die notwendigen Schritte, um ein großartiges Technologieprodukt zu erschaffen. Im Rahmen dieser Serie hatte ich das besondere Vergnügen, Michele Hermann zu interviewen.
Vielen Dank, dass Sie an dieser Interviewreihe teilnehmen! Bevor wir einsteigen, würden unsere Leserinnen und Leser gerne mehr über Sie erfahren. Können Sie uns eine Geschichte erzählen, wie Sie zu diesem speziellen Karriereweg gekommen sind?
Mein Weg zu meiner aktuellen Position ist interessant – ebenso wie meine Leidenschaft, das Geschäftsfeld Educational Technology bei Logitech aufzubauen. Mein Vater war Lehrer und ein starker Verfechter von Selbstwahrnehmung, Eigenständigkeit und individuellem Lerntempo. Er hat mich stets ermutigt, Neues auszuprobieren, meine aktuelle Denkweise zu hinterfragen und dranzubleiben. Ich denke, das hat mein Karrierebild und die Chancen, die ich mir eröffnete, sehr geprägt. Tatsächlich habe ich in der Bildungs-Verlagsbranche im Bereich Corporate Finance angefangen. Dort wurde mir schnell klar, dass ich mehr über das Geschäft lernen wollte, und gestaltete meine Position zu einer finanzorientierten Businessrolle weiter. So lernte ich die Geschäftsprozesse und Funktionen im täglichen Geschäft kennen und nahm diese Erfahrung mit, als ich zu einem Technologieunternehmen wechselte. Bei Logitech merkte ich, wie sehr ich die schnelllebige Welt eines aufkommenden Bereichs, der Lieferkette, liebte, und erfuhr durch Praxis, wie man eine globale Organisation führt und einen großartigen Kundenservice mit niedrigen Kosten und schneller Umsetzung in Einklang bringt und optimiert. Ich habe mich in diese neue Materie vor Ort eingearbeitet, indem ich viele Fragen stellte und alles hinterfragte – und das hat sich ausgezahlt. Die Position führte mich schließlich zur Leitung des Produktbereichs und zuletzt dazu, all diese Erfahrungen zu nutzen, um ein neues Geschäftsfeld im Bereich K-12 und Hochschul-EdTech-Tools aufzubauen, um die digitale Transformation im Bildungswesen nach der Covid-Zeit zu ermöglichen.
Es heißt, unsere Fehler sind manchmal unsere besten Lehrer. Können Sie uns eine Geschichte zu dem lustigsten Fehler erzählen, den Sie zu Beginn gemacht haben? Und was haben Sie daraus gelernt?
Ich glaube, dass wir am meisten aus dem Versuch und dem Scheitern lernen. Damals fand ich sicher keinen dieser Fehler lustig – aber ich kann sagen, dass ich daraus viele Lektionen gezogen habe! Wahrscheinlich war der einprägsamste Fehler zu Beginn meiner Karriere, das Gepäck für eine Geschäftsreise aufzugeben. Meine erste große internationale Geschäftsreise ging zu IBM. Damals war alles noch sehr formell, mit der Erwartung an ein blaues Kostüm und eine weiße Bluse. Natürlich kam ich in einem kleinen Dorf in Schottland ohne Koffer an, an einem Sonntagmorgen, als alle Läden zu waren, und trug bequeme Reisekleidung: ein Sweatshirt und Leggings. Nach anfänglicher Panik über einem Guinness mit einer Kollegin kam glücklicherweise mein Gepäck um 1 Uhr nachts an, und wir konnten das Meeting erfolgreich bestreiten (und ich hatte passende Kleidung an!). Man möchte meinen, ich hätte die Lektion gelernt, doch nur wenige Monate später stand ich wieder ohne Gepäck bei einer Vertriebstagung in einer Ferienregion, in der es nur Bikinis und Flip-Flops zu kaufen gab. Glücklicherweise gab es genug T-Shirts mit Vertriebslogo, die mich durch die Woche brachten! Seitdem habe ich für Geschäftsreisen nie wieder einen Koffer aufgegeben.
Was war Ihr persönlicher Karriere-definierender Moment?
In den ersten zehn Jahren meiner Laufbahn hatte ich tolle Positionen im Bereich Corporate Finance, in denen ich viel lernte, mich aber wenig mit dem Tagesgeschäft verbunden fühlte und mir nicht sicher war, ob meine Entscheidungen eine Auswirkung hatten. Als ich mich Richtung Lieferkette orientierte, übernahm ich schnell eine leitende Managementposition, in der ich für ein großes Team verantwortlich war und unsere Richtung und Entscheidungen unmittelbar mit der Unternehmensleistung verknüpft waren. Mit dieser neuen Verantwortung sah ich, dass unser Distributionszentrum nicht optimal lag und wir für bessere Performance und geringere Kosten umziehen sollten – aber ein Umzug quer durchs Land war eine große Sache. Es war eine gute Entscheidung. Allerdings unterschätzte ich die Komplexität des Umzugs, wie viel Wissen wir im Team brauchten, die Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit externen, ausgelagerten Partnern und wie man deren Performance sinnvoll für das eigene Geschäft incentiviert.
Wie zu erwarten gab es erhebliche Verzögerungen im Betrieb, die unsere Performance direkt beeinträchtigten. Ich war niedergeschlagen, verlegen und fühlte, ich hätte das Team enttäuscht. Ein neuer VP wurde über mir eingesetzt und stellte meine Fähigkeiten infrage. Das war für mich ein Wendepunkt. Ich wollte nicht scheitern. Ich wollte nicht zulassen, dass das Team scheitert. Wir hatten die richtige Idee und das richtige Risiko gewählt, aber wir sind an der Umsetzung gescheitert. Das war die Motivation, die ich brauchte, um zusätzliches Expertenwissen ins Boot zu holen, um Hilfe zu bitten und das Scheitern in einen Erfolg zu verwandeln.
In diesem Moment meiner Karriere wurde mir klar, dass es in Ordnung ist, um Hilfe zu bitten – selbst wenn es nur darum geht, den Plan zu validieren. Beharrlichkeit, Fokus auf das Problem und eine Umleitung des Plans verbesserten die Situation. Ich habe erkannt, dass ein großartiges Team mit hervorragender Führung Außergewöhnliches leisten kann. Das hat mich als Führungskraft, als Supply-Chain-Expertin und als Mensch gestärkt und mein Interesse daran gefestigt, eine starke Führungspersönlichkeit zu werden.
Könnten Sie uns eine Geschichte über die schwierigen Zeiten erzählen, die Sie zu Beginn Ihrer Reise erlebt haben? Haben Sie jemals daran gedacht aufzugeben? Woher haben Sie die Motivation genommen, weiterzumachen, obwohl es so schwer war?
Ich habe auf meinem Weg einige „Neuanfänge“ erlebt, aber einer der herausforderndsten war sicherlich der Aufbau einer globalen Lieferkette bei einem Technologieproduktunternehmen. Damals gab es sehr wenige Frauen in Führungspositionen im Technologiebereich und ebenso wenige, die eine globale Lieferkette leiteten. Klassischerweise kamen Führungskräfte in der Lieferkette aus der Logistik, dem Lager- oder Speditionsbereich und waren oft konservative, traditionelle Köpfe mit 40 Jahren Branchenerfahrung. Zugleich lag bei einem Technologieprodukteunternehmen der Fokus auf der Entwicklung elegant gestalteter und technisch ausgefeilter Lösungen, während die Lieferkette als notwendiges Übel, aber nicht als Geschäftsstrategie gesehen wurde. Ich musste nicht nur in jedem Meeting mit Lieferanten und Kunden kämpfen, die annahmen, dass die Männer im Raum das Sagen hätten statt der einzigen Frau, sondern hatte auch viel Überzeugungsarbeit im eigenen Unternehmen zu leisten, um die Bedeutung der Lieferkette im Produktentwicklungsprozess, der Planung, dem Risikomanagement und für die Kundenzufriedenheit aufzuzeigen und zu beweisen.
Glücklicherweise erhielt ich wichtige Unterstützung der Geschäftsleitung, um die Lieferkette als Strategie zu etablieren. Das Unternehmen nahm die Lieferketten-Performance, einschließlich termingerechter Lieferung an Endkunden, in den Produktentwicklungsprozess auf. Die Rückendeckung unseres Führungsteams gab mir das Selbstvertrauen, mich in der männlich dominierten Welt der Lieferkette zu behaupten und letztlich eine Weltklasse-Lieferkette samt Team zu gestalten und zu führen.
Wir würden gerne mehr über Ihr Unternehmen erfahren. Welches Problem adressiert Ihr Unternehmen? Wie hilft Ihr Unternehmen den Menschen?
Ich bin begeistert, für Logitech zu arbeiten, ein designorientiertes Unternehmen, das Menschen dabei unterstützt, mit Technologie zu interagieren, indem es die digitale mit der analogen Welt verbindet. Wir verstehen die Bedürfnisse der Menschen und entwickeln Lösungen, die ihnen ermöglichen, von überall und in jeder Umgebung mit KollegInnen zu kollaborieren. Wir bieten hochwertige Zubehörprodukte wie Mäuse, Tastaturen und Stifte an, die Produktivität und Kreativität fördern. Außerdem haben wir eine Gaming-Sparte, die vom Casual-Gamer bis zum E-Sport-Profi den Spielspaß steigert. Neuerdings beschäftigen wir uns intensiv damit, diese Lösungen auch Schülerinnen, Lehrern und in Klassenzimmern zugänglich zu machen, und ich freue mich sehr, diesen Bereich leiten zu dürfen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Lösungen Chancengleichheit innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers fördern, indem wir Bildungsinhalte für alle verfügbar machen und Lehrkräfte dabei unterstützen, neue Unterrichtsmethoden durch den Einsatz einfach zu bedienender technischer Werkzeuge einzuführen.
Wer ein großartiges Unternehmen führen und herausragende Produkte entwickeln möchte – welche Eigenschaft ist dafür am wichtigsten und welche Gewohnheiten oder Verhaltensweisen empfehlen Sie, um diese Fähigkeit zu stärken?
Zu Beginn meiner Karriere hätte ich gesagt: Das Wichtigste, um ein großartiges Unternehmen zu führen, ist der Aufbau eines exzellenten Teams aus unterschiedlichen Menschen und ExpertInnen, die die gleiche Vision teilen, wie und wohin man die Ziele erreichen möchte. Vieles hängt davon ab, mit welchen Menschen man zusammenarbeiten möchte und wie man als Team gemeinsam neue Erfahrungen und Lösungen schafft. Das gilt auch heute noch, aber je länger ich bei Logitech arbeite, desto klarer wird mir: Um wirklich ein großartiges PRODUKT-Unternehmen zu werden, musst Du die Menschen, denen Du helfen willst, ihre Herausforderungen und Wünsche wirklich verstehen und dann mit Bedacht und Bescheidenheit Lösungen entwickeln.
Lassen Sie uns als Nächstes über Teams sprechen. Welche Strategie oder welches Rahmenwerk für Teammanagement war für Sie im Produktentwicklungsprozess besonders nützlich?
Gerade der Einstieg in Entwicklungsprojekte mit einem globalen Team kann schwierig sein, aber ich bin überzeugt davon, dass es hilft, zunächst eine kleine Gruppe zusammenzubringen, um gemeinsam Ideen zu generieren und das Problem einzugrenzen. Dann kann man im selben Raum mit der Erkundung und Definition beginnen. Idealerweise entsteht bereits ein früher, einfacher Prototyp. Die Teammitglieder können später jeweils an ihren eigenen Standorten die Optionen weiter ausarbeiten und an den finalen Konzepten feilen. Steht die Idee fest, ist der nächste entscheidende Schritt, sich an einen festgelegten Zeitplan mit klar verteilten Aufgaben zu halten und schnelle, eindeutige Entscheidungen zu treffen. Ich habe viele Projekte scheitern sehen, weil nicht klar war, welches Problem wir eigentlich lösen wollen, für wen und wer letztlich die finale Entscheidung trifft. Ich bevorzuge deshalb: ausprobieren, entscheiden und dazulernen. Ich sage dem Team immer, dass unsere Entscheidungen vielleicht nicht zu 100 % korrekt sind, aber meistens nah dran. Wir gewinnen mehr durch Entscheiden und Lernen als durch den Versuch, perfekt zu sein.
Wenn Sie an das stärkste Team denken, mit dem Sie je gearbeitet haben: Warum hat es Ihrer Meinung nach so gut funktioniert? Können Sie eine Anekdote schildern, die die Dynamik beschreibt?
Ich hatte in meiner Laufbahn das Glück, mit vielen tollen Teams zu arbeiten, aber ich fühle mich besonders geehrt, mit meinem derzeitigen Team im Bereich Bildungsinnovationen arbeiten zu dürfen. Wir sind ein leidenschaftliches Team mit unterschiedlichen Fachgebieten, das sich intensiv mit der heutigen Bildungslandschaft, den Herausforderungen in der Nach-Corona-Lehre und dem gemeinsamen Wunsch, LehrerInnen, Eltern und AdministratorInnen im Sinne der Lernenden zu unterstützen, auseinandersetzt. Es handelt sich übrigens um ein kleines Team (weniger als 10 Personen) mit diversen Hintergründen, Erfahrungen und Expertisen, das aber zu 100 % im Wie (klein und schlagkräftig, mutig Neues ausprobieren mit wenigen Ressourcen) und im Warum (das volle Potenzial jedes Lernenden durch technologiegestützte Bildungslösungen freizusetzen) vereint ist.
Wenn Sie nur ein einziges Software-Tool hätten, welches wäre das, warum, und welche weiteren Tools halten Sie für unverzichtbar?
Ich bin süchtig geworden nach Text- oder Chatprogrammen, die es ermöglichen, schnell mit einem einzelnen Teammitglied oder einer Gruppe für eine kurze Kommunikation in Kontakt zu treten. Ich finde, dass dies dabei hilft, Menschen zügig zu informieren, Entscheidungsfindungen vorzubereiten und rechtzeitig an kurze Informationsschnipsel zu kommen. Außerdem können wir dadurch überflüssige Meetings oder Telefonate vermeiden, was dem Team mehr Zeit für Kreativität verschafft.
Lassen Sie uns über Erholung sprechen. Was ist Ihre bevorzugte Methode oder Ihr Ritual, um einem Burnout vorzubeugen?
Ich habe die Natur schon immer geliebt. Als Kind war ich viel campen und bin mit meinen Eltern schon mit fünf Jahren zum Wandern gegangen. Heute stelle ich fest, dass mir ein Spaziergang oder eine Wanderung am besten hilft, mich wieder zu zentrieren. Es ist erstaunlich, wie klar mein Kopf wird, wenn ich einfach rausgehe, oft allein, und meine Umgebung wahrnehme. Ich kann mich dann auf das Wesentliche konzentrieren (und Unwichtiges ausblenden), Probleme durchdenken und Lösungen priorisieren, und manchmal einfach nur umherblicken und an nichts denken. Flexible Arbeitszeiten haben es mir ermöglicht, das immer häufiger zu nutzen, und ich bin überzeugt, so werden wir auch in Zukunft arbeiten – eine Balance zwischen Beruf, Familie und dem eigenen Ich, manchmal zu unkonventionellen Zeiten und an ungewöhnlichen Orten.
Basierend auf Ihrer Erfahrung, was sind Ihre „5 Schritte für großartige Technologieprodukte“?
1. Verschaffen Sie sich Einblicke in das Problem, das Sie lösen möchten. Die Covid-Pandemie hat für alle viel verändert, auch für Lehrkräfte und Schüler. Ohne die Möglichkeit, Arbeitsblätter auszudrucken und auszuteilen, wurde 90 % des Lehrplans in den USA digital. Ein neues Problem entstand: Wie kann die Lehrkraft die Arbeit des Kindes sehen? Die Lösung war ein ergonomischer Ersatz für den Bleistift zum Kommentieren, Zeichnen und Darstellen von Aufgaben auf Bildschirmen – und so entwickelten wir unseren Logitech Pen, einen Stylus für Kinder.
2. Verstehen Sie den Nutzer und sein Umfeld bis ins Detail. Unser allererstes bildungsorientiertes Produkt war eine Tastatur für das iPad. Wir dachten, das sei unkompliziert, schließlich bauten wir schon seit fast zehn Jahren Tastaturen für iPads. Was wir nicht verstanden hatten, war, wie robust Kinder mit Produkten umgehen – auch mit empfindlicher Technologie. Nachdem wir gesehen hatten, wie Kinder die Tasten herausrissen, haben wir schnell auf eine mit Stoff überzogene Tastatur für Schüler und Klassenzimmer umgeschwenkt.
3. Begeistern Sie Ihre Nutzer. Nichts ist aufregender, als einem Kunden ein großartiges Produkt zu liefern. Noch begeisternder ist es, zuzusehen, wie sie kleine Details entdecken, die das Erlebnis verbessern. Apple hat das mit seinen AirPods hervorragend gemacht. Natürlich erwartet man tollen Klang, aber das nahtlose Koppeln war ein Game Changer – insbesondere für alle, die zu kabellosen Kopfhörern wechseln wollten, aber mit Bluetooth Schwierigkeiten hatten.
4. Machen Sie es einfach verständlich und leicht zu kaufen. Technologie kann manchmal kompliziert sein und ist schwer zu erklären. Ein großartiges Produkt wirkt magisch. Es ist intuitiv. Es funktioniert, wie man es erwartet. Es ist verlässlich und macht das Leben leichter.
5. Bleiben Sie mit Ihren Nutzern in Kontakt, nachdem sie Ihr Produkt genutzt haben. Wissen wir, ob sie es lieben? Wie nutzen sie es? Was könnten wir verbessern? Diese Dinge zu verstehen, ist entscheidend für die zukünftige Entwicklung neuer Lösungen und schafft zusätzlich starke Markentreue.
Sind Sie derzeit zufrieden mit dem Status quo bezüglich Frauen in der Tech-Branche? Welche konkreten Veränderungen halten Sie für nötig, um den Status quo zu ändern?
In den 30+ Jahren Berufstätigkeit habe ich einen deutlichen Anstieg weiblicher Fachkräfte und Vielfältigkeit der Positionen – auch in Führungs- und Vorstandsetagen – in der Technologiebranche wahrgenommen, aber es gibt noch viel zu tun. Technologie wird heute von allen genutzt. Kinder benutzen schon früh Smartphones, Tablets und Computer, spielen Spiele und nutzen Plattformen zum Austausch. Technologie ist nahezu für jeden zugänglich. Wir müssen Mädchen und jungen Frauen zeigen, wie ihre Interessen durch Technologie ermöglicht werden, und sie früh für die verschiedenen verfügbaren Berufswege begeistern. Wir können ihnen zum Beispiel aufzeigen, wie sie Augmented-Reality-Filter für Snapchat entwickeln, Machine Learning für Direktmarketing nutzen oder digitale Bearbeitung für TikTok einsetzen können. Wir können sie ermutigen, Neues auszuprobieren, Gewohnheiten zu hinterfragen – und keine Angst vor Fehlern zu haben. Damit sollten wir so früh wie möglich beginnen; damit schließe ich den Bogen zur Frage, wie wir Kindern durch Bildung und Technologie helfen können, ihr Bestes zu erreichen.
Gibt es eine Person auf der Welt, mit der Sie gerne einmal privat frühstücken oder zu Mittag essen würden – und warum?
Ich bin inspiriert und zutiefst beeindruckt von der Arbeit, die Melinda Gates im Stillen und äußerst wirkungsvoll über ihre Karriere hinweg geleistet hat. Ihr Einsatz für Chancengleichheit in der Bildung für jedes Kind, für Gleichstellung von Frauen in der Technologiebranche und ihr gesamter Fokus auf innovative Lösungen für schwierige Probleme von Frauen und Kindern – das ist unvergleichlich.
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