Derzeit ist nur etwa jede vierte Beschäftigte in der Tech-Branche eine Frau. Was braucht es also, um als Frau in der Tech-Branche eine erfolgreiche Karriere zu machen? In dieser Interviewreihe mit dem Titel Lektionen von inspirierenden weiblichen Führungskräften in der Tech-Branche sprechen wir mit erfolgreichen Frauen in Führungspositionen der Technologiebranche, um Geschichten und Einblicke darüber zu teilen, was sie getan haben, um erfolgreiche Karrieren aufzubauen. Wir sprechen auch über die notwendigen Schritte zur Entwicklung großartiger Technologieprodukte. Im Rahmen dieser Reihe hatte ich das besondere Vergnügen, Rebecca Payne zu interviewen.
Was hat Sie auf diesen speziellen Karriereweg gebracht?
Ich kann nicht behaupten, dass ich meinen Karriereweg gezielt geplant habe. Nach dem Studium begann ich im Marketing bei einem Startup namens Lookout Mobile Security. Damals waren es 30 Mitarbeitende, und ich dachte, ich bleibe vielleicht ein oder zwei Jahre, aber ich fand mich in einem Team toller Leute wieder, die klug, einfallsreich und offen dafür waren, mir die Möglichkeit zu geben, verschiedene Rollen im Unternehmen auszuprobieren und dabei unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln – so blieb ich letztlich sechs Jahre lang. Mir war in der Schule gar nicht bewusst, dass es eine Rolle wie Product Marketing gibt, aber als ich sah, dass Marketer eng mit dem Produktteam an der Entwicklung der Roadmap arbeiten konnten, wusste ich, das will ich machen. In einem Startup hilft man dann natürlich auch in anderen Bereichen mit, selbst wenn das nicht zur Jobbeschreibung gehört. So habe ich bei einem Hackathon ein Produkt gesehen, das ich gern gebaut hätte – es gab aber nicht genug Produktmanager, um das zu betreuen, also habe ich die Initiative ergriffen. Der Produktleiter bemerkte mein Engagement, und nachdem er zum Unternehmen Uber gewechselt war, warb er mich schließlich als Produktmanagerin an – seitdem bin ich auf diesem Weg. Das zieht sich wie ein roter Faden durch meine Karriere: Je mehr man zeigt, dass man neue Herausforderungen meistern kann, desto mehr Herausforderungen bekommt man über die Zeit angeboten. Nutzen Sie diese Chancen, wann immer sie sich ergeben.
Man sagt, Fehler können die besten Lehrer sein. Können Sie eine Geschichte über den lustigsten Fehler erzählen, den Sie zu Beginn gemacht haben? Und welche Lehre haben Sie daraus gezogen?
Ich hatte schon ein paar Situationen – sei es bei einer Live-Demo oder während einer Präsentation bei einem Unternehmens-Meeting – in denen etwas schief ging und mir das Herz in die Hose gerutscht ist (wie zum Beispiel, wenn während einer Präsentation das Internet ausfällt oder die Sprechernotizen vor tausenden Zuhörenden nicht angezeigt werden). In solchen Momenten habe ich vor allem zwei Dinge gelernt: 1) Übung und 2) Humor. Je mehr man übt, desto wahrscheinlicher ist es, dass mal etwas schiefgeht – so gewöhnt man sich daran, spontan zu improvisieren und kann das rechtzeitig kontrollierbare im Vorfeld absichern. Aber letztlich sind wir alle nur Menschen und jeder weiß einen guten Witz zu schätzen – wenn also mal etwas schiefläuft, atmen Sie durch, sagen Sie Ihrem Publikum ehrlich, dass gerade etwas nicht stimmt, und lockern Sie die Situation mit einem lockeren Spruch auf, damit Sie die Kontrolle behalten und niemandem peinlich ist, dass Sie ins Straucheln geraten sind.
Was war für Sie der „karriereentscheidende“ Moment? Wir freuen uns auf die Vorgeschichte, was geschehen ist und welchen Einfluss dies auf Ihr Leben hatte.
Als COVID-19 ausbrach, mussten alle herausfinden, wie sie damit umgehen – privat wie beruflich. Bei Uber haben wir als Unternehmen im Bereich Mobilität und Lieferung recht früh mutig gehandelt und die Menschen gebeten, zu Hause zu bleiben. Gleichzeitig wussten wir aber: Viele haben weiterhin wichtige Wege zu erledigen – Klinikpersonal muss nach Feierabend heim, systemrelevante Arbeitskräfte mussten weiter zur Arbeit kommen. Wir mussten Wege finden, wie wir Mobilität sicher gestalten können. Damals wussten Wissenschaftler selbst noch wenig über das Virus und Maskenpflicht war nahezu kein Thema. Ich habe ein Team geführt, das schnell erste Ideen entwickelt und die gesamte Produktplanung umgestellt hat, um so rasch wie möglich neue, einfach zu implementierende Funktionen zu entwickeln, während wir gleichzeitig langfristige Lösungen für die Nutzer:innen suchten. In Zusammenarbeit mit unseren Operations-Teams weltweit und auf Expertenrat hin haben wir persönliche Schutzausrüstung an Fahrer verteilt, eine neue Checkliste vor Fahrtantritt eingeführt, die Fahrer und Fahrgäste zu sicheres Verhalten anhält, Funktionen eingeführt, die helfen, die Einhaltung der Regelungen sicherzustellen, und umfassendes Informationsmaterial sowie Mechanismen zur Durchsetzung der neuen Politik erstellt.
Dies war eine der stressigsten Arbeitsphasen meines Lebens. Das Team versuchte, so schnell wie möglich zu arbeiten und traf Entscheidungen, die Millionen von Menschen beeinflussen würden – zu einer Zeit, in der die Wissenschaft noch in der Entwicklung war. Aber diese Zeit hat mir gezeigt, wozu ich in der Lage bin, wenn es darum geht, ein Team zu führen, Struktur ins Chaos zu bringen, in schnellen Nutzerforschungen Entscheidungsgrundlagen zu schaffen und zu meinen Prinzipien zu stehen – auch wenn diese nicht immer der beliebte oder einfache Weg waren. Es war eine Feuertaufe, aber sie hat mir enormes Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten gegeben. Ich kann heute stolz auf diese Zeit zurückblicken und darauf, was unser Team erreicht hat und welchen Einfluss wir auf so viele Fahrgäste und Fahrer weltweit hatten.
Können Sie uns eine Geschichte erzählen über schwierige Zeiten, die Sie zu Beginn Ihrer Reise erlebt haben? Haben Sie jemals ans Aufgeben gedacht? Woher haben Sie die Kraft genommen, weiterzumachen, obwohl alles schwer war?
Wir machen oft den Scherz, dass Zeit bei Uber in Hundejahren gemessen wird, weil sich ein Jahr manchmal wie fünf anfühlt, so schnell bewegen wir uns – und als ich angefangen habe, habe ich das wirklich gespürt. Das ist kein Ort, an dem man ein paar Monate zur Einarbeitung und zum Kennenlernen der Abläufe bekommt, bevor Ergebnisse erwartet werden. Stattdessen bekam ich bereits in meiner ersten Woche die Verantwortung, eine neue Notfallhilfe-Funktion in Mexiko zu starten – und das war erst der Anfang. Es gab sicherlich Zeiten, in denen ich gestresst und überfordert war, das Gefühl hatte, nicht zu wissen, was ich tue, und daran zweifelte, dass irgendjemand meinen Entscheidungen vertraut. Rückblickend merke ich jedoch, dass Lernen durch Handeln wirklich der wirksamste Weg ist, sich in einem neuen Unternehmen einzuarbeiten. Man lernt nur begrenzt, wenn man in Meetings sitzt und mitschreibt – stattdessen wird man ins kalte Wasser geworfen, muss die Meetings leiten, und alle blicken auf einen, um Entscheidungen zu treffen. Man ist gezwungen, die Probleme tief zu durchdringen und schnell eigene Meinungen zu entwickeln.
Aber egal, ob man neu ist oder seit fünf Jahren im Unternehmen arbeitet – ich habe festgestellt, dass es immer wichtig ist, sich auf die Menschen um sich herum zu verlassen. Sie sind aus einem Grund da, denn sie sind Experten auf ihrem Gebiet und können einem weiterhelfen. Ich sehe Produktmanager oft als eine Art Übersetzer zwischen vielen verschiedenen Funktionen. Wir müssen die Sprache der Entwicklung, des Designs, der Datenwissenschaft, des Marketings usw. sprechen und zwischen all diesen Beteiligten übersetzen, um sicherzustellen, dass wir das Fachwissen aller einholen und daraus einen schlüssigen Plan erstellen.
Herausfordernde Zeiten zu überstehen, bedeutet, zu erkennen, dass diese Phase nicht ewig andauert. Irgendwann versteht man alle Abkürzungen im neuen Job, weiß, an wen man sich wenden muss, um Dinge voranzubringen, und bekommt ein besseres Verständnis für die eigenen Nutzer, um in ihrem Sinne Entscheidungen zu treffen. Außerdem erkennt man, dass so viele Menschen um einen herum sind, auf deren Unterstützung und Rat man zählen kann.
Wir würden gerne mehr über Ihr Unternehmen erfahren. Welches Problem hilft Ihr Unternehmen zu lösen? Wie hilft Ihr Unternehmen den Menschen?
Uber ist ein Technologieunternehmen, das Produkte entwickelt, damit Sie überall hinfahren und alles bekommen können. Aber mein Team innerhalb von Uber konzentriert sich speziell darauf, die Sicherheit auf der Plattform zu verbessern, damit jeder eine positive Erfahrung macht – egal ob beim Fahren, als Fahrgast, bei Lieferungen oder beim Essen mit Uber. Auch wenn es selten vorkommt – in 99,9 % aller Fahrten mit Uber wird überhaupt kein Sicherheitsvorfall gemeldet – wissen wir, dass es dennoch Situationen geben kann, in denen während einer Fahrt ein sicherheitsrelevantes Problem auftritt. Unsere Aufgabe ist es, die richtigen Sicherheitsfunktionen in der App, Richtlinien und Informationsmaterial bereitzustellen, damit die Nutzer das erwartete Verhalten besser verstehen und Werkzeuge an die Hand bekommen, um die eigene Sicherheit zu kontrollieren. Im Laufe der Jahre haben wir Funktionen entwickelt wie: Geschwindigkeitsbegrenzungswarnungen für Fahrer; die Möglichkeit, dass Fahrgäste und Fahrer die Fahrt proaktiv in ausgewählten Märkten per Audio aufzeichnen (für den Fall, dass etwas schiefläuft); und den Nutzern die Möglichkeit geben, Hilfe von einem Live-Sicherheitsagenten oder der Polizei zu holen und dabei automatisch ihren Live-Standort an Ersthelfer zu teilen. Dieser Job ist besonders erfüllend, weil wir tatsächlich sehen, welchen Einfluss unsere Funktionen auf die Sicherheit und das Leben der Menschen haben.
Wenn jemand ein tolles Unternehmen führen und großartige Produkte entwickeln möchte, welche Eigenschaft ist dafür am wichtigsten? Und welche Gewohnheiten oder Verhaltensweisen würden Sie empfehlen, um diese Eigenschaft zu stärken?
Nutzerempathie ist das, was mir als Erstes in den Sinn kommt. Man kann keine großartigen Produkte bauen, wenn man nicht auf die Bedürfnisse der Nutzer hört und ihre Probleme wirklich versteht. Um diese Eigenschaft zu schärfen, hilft es, ein starkes User-Research-Team zu haben und regelmäßig Gelegenheiten zu schaffen, sich mit den Kunden auszutauschen. Es besteht ein großer Unterschied, ob man einen Bericht liest, in dem steht: „5 von 100 Nutzern haben dieses Problem gemeldet“, oder ob man direkt von einem dieser 5 Nutzer hört, wie das Problem ihren Tag beeinflusst hat. Direktes Feedback von Nutzern gibt neue Motivation und hilft dabei, Produkte in den Vordergrund zu stellen und zu entwickeln, die einen greifbaren Nutzen bringen.
Gibt es eine Team-Management-Strategie oder ein Framework, das Sie im Entwicklungsprozess von Produkten als besonders nützlich empfunden haben?
So gerne wir den Produktentwicklungsprozess als linear gestalten möchten, so sehr ist er in Wirklichkeit iterativ. Ständig fließen neue Informationen von unterschiedlichen Interessengruppen ein, die die ursprünglichen Anforderungen verändern oder mit denen anderer Stakeholder kollidieren können.
Ich habe festgestellt, dass Kommunikation das A und O für erfolgreiche Produktmanager ist. Diese Kommunikation muss nach oben, nach unten und zu allen Seiten funktionieren. Transparenz sorgt dafür, dass alle über Änderungen rechtzeitig informiert werden und es unmittelbar vor dem Launch keine Überraschungen gibt. Ständige Checkpoints auf dem Weg sorgen dafür, dass alle sich über die Grundlagen (d. h. Anforderungen) einig sind, bevor es an Details wie UI-Design und Texte geht. Andernfalls kann es passieren, dass Details wie einzelne Pixel oder Worte infrage gestellt werden, wenn der eigentliche Dissens im zugrundeliegenden Rahmenwerk oder Ziel des Produkts liegt.
Wenn Sie an das stärkste Team denken, mit dem Sie je gearbeitet haben: Warum hat dieses Team so gut funktioniert und gibt es eine Anekdote, die das Zusammenspiel illustriert?
Das Safety-Team bei Uber als Ganzes ist durch die Leidenschaft geeint, die jeweilige Herausforderung zu lösen. Diese Gruppe von Menschen ist so fleißig, so kreativ und teilt die Mission, die Sicherheit auf der Uber-Plattform zu verbessern. Diese Dynamik verleiht unserer Arbeit Sinn und stellt sicher, dass wir alle in die gleiche Richtung gehen.
Wenn Sie nur ein einziges Software-Tool zur Verfügung hätten, welches wäre das, warum, und welche weiteren Tools halten Sie für unverzichtbar?
Bei Uber leben wir in der Google Suite – wenn etwas nicht in meinem Google-Kalender steht, wird es nicht erledigt. Und Google Docs und Slides sind die Grundlage für jedes Feature, das wir entwickeln – sei es bei der Abstimmung der Anforderungen mit Hunderten von Kommentaren oder bei der Vermittlung eines neuen Features an ein größeres Publikum. Es klingt so einfach, aber es gibt keinen besseren Weg, eine Entscheidung herbeizuführen, als etwas zu Papier zu bringen und sich auf eine Vereinbarung zu einigen.
Und nennen Sie mich altmodisch, aber ich brauche immer ein Notizbuch oder einen Stapel Post-it-Notizen, um während und nach jedem Meeting Aufgaben zu notieren. Gerade wenn man von einem Termin zum nächsten eilt, hilft mir das, mich an alles zu erinnern, wozu ich mich verpflichtet habe, damit ich dann meine To-do-Liste priorisieren und sicherstellen kann, dass am Ende des Tages nichts durchrutscht.
Sprechen wir über Freizeit. Was ist Ihre bevorzugte Praxis oder Ihr Ritual, um Burnout zu vermeiden?
Ich bin Teil einer Workout-Gruppe, die mir letztes Jahr geholfen hat, für den NYC-Marathon zu trainieren. Ich war nie der größte Läufer, aber es gibt definitiv etwas zu sagen für die Endorphine und die geistige Klarheit, die nach einem langen Lauf kommen (schon allein, weil man darüber nachdenkt, wie sehr die Knie oder Hüften schmerzen). Und wenn man das morgens vor der Arbeit macht, hat man schon das Gefühl, viel erreicht zu haben, bevor der Tag überhaupt richtig begonnen hat.
Abends, besonders an Homeoffice-Tagen, wenn ich noch Aufgaben zu erledigen habe, finde ich es hilfreich, etwas Abstand zu gewinnen – sei es durch ein Abendessen mit Freunden oder etwas Fernsehen, um meinem Kopf eine Pause zu gönnen, bevor ich wieder online gehe, um noch ein paar E-Mails abzuarbeiten.
Basierend auf Ihren Erfahrungen: Was sind Ihre „5 Schritte zur Entwicklung großartiger Technologieprodukte“? Wenn möglich, teilen Sie bitte zu jedem einen Erfahrungswert oder ein Beispiel.
- Abstimmung auf eine Vision. Stellen Sie sicher, dass alle funktionsübergreifenden Stakeholder von den wichtigsten Problemen überzeugt sind, die Sie priorisieren, und von der langfristigen Richtung, in die Sie das Produkt entwickeln möchten. Es ist leicht, sich in den Details der Sprintplanung und Tickets zu verlieren und den größeren Kontext aus den Augen zu verlieren. Nehmen Sie sich die Zeit, dies schriftlich festzuhalten, um andere zu inspirieren und das Team für das zu begeistern, was Sie bauen. Entscheidungen über Kleinigkeiten fallen viel leichter, wenn alle bei den großen Themen übereinstimmen.
- Hören Sie auf Ihre Nutzer. Das muss nicht immer ein tiefgehendes Forschungsprojekt sein – eine einfache Umfrage oder das Durchlesen von Support-Tickets oder App-Store-Bewertungen reicht oft schon. Wichtig ist nur, dass man die Nutzerperspektive immer im Blick behält – dann fügt sich der Rest von selbst.
- Klein anfangen + Testen + Validieren. Jeder hat es schon erlebt: Man hat eine großartige neue Idee, investiert drei Monate in die Entwicklung und stellt dann fest, dass die Nutzer ganz anders reagieren als erwartet. Beim ersten Mal lernt man schnell: 1) Nicht immer ist die größte oder glänzendste Idee die wirkungsvollste. Manchmal bringt die einfache, naheliegende Lösung viel mehr, und 2) Es ist immer besser, Ideen durch kleine Experimente zu validieren, bevor man drei Monate Entwicklungszeit investiert.
- Nutz das eigene Produkt intensiv. Es gibt nichts Wertvolleres, als die eigenen Produkte im echten Leben zu benutzen, um sicherzustellen, dass man die bestmögliche Erfahrung bietet. Bei Uber gibt es Feedback-Kanäle, über die Mitarbeitende Fehler oder weniger ideale Erlebnisse melden können, wenn sie die Produkte selbst nutzen. Viele fahren oder liefern sogar auf der Plattform, um das Fahrer- oder Liefererlebnis besser zu verstehen. Jedes nicht-magische Nutzererlebnis mindert das Vertrauen und die Begeisterung für das Produkt. Die Sicht als Nutzer hilft, bessere Features und Erlebnisse zu entwickeln.
- Sammeln Sie Ideen von überall. Produktmanager haben oft selbst tolle Ideen, aber einige der besten Einfälle kommen aus unerwarteten Quellen. Ich führe eine Notiz am Computer über solche Ideen, die in Meetings entstehen, wenn man sagt: „Das sollten wir wirklich mal machen“, aber gerade keine Kapazität dafür da ist. Wenn es dann an die Roadmap-Planung geht, habe ich eine Liste parat, sodass diese Ideen nicht untergehen.
Sind Sie aktuell mit dem Status quo beim Thema Frauen in der Tech-Branche zufrieden? Welche konkreten Veränderungen sind Ihrer Meinung nach nötig?
Ich habe einen etwas anderen Blick auf die Tech-Welt, denn bei meiner Zeit bei Uber haben wir hervorragende Arbeit beim Einstellen von weiblichen Product Managern geleistet. Tatsächlich sind in einem Team von 23 Safety PMs 14 Frauen, und es gibt auch im Rest des Unternehmens eine gute Repräsentation.
Aber ich weiß, dass das nicht überall so ist, und das zeigt: Repräsentation ist wirklich wichtig. Ganz einfach: Starke weibliche Führungskräfte und Product Manager ziehen weitere starke Frauen an. Unternehmen müssen den Stein ins Rollen bringen, um diesen Schneeballeffekt zu erzielen. Konzentrieren Sie sich darauf, starke Frauen für Führungspositionen einzustellen, setzen Sie sie in Interviewpanels ein, wo Kandidatinnen sehen, dass dies ein Ort ist, an dem Frauen aufblühen können, und lassen Sie den Kreislauf weiterlaufen.
Gibt es eine Person auf der Welt, mit der Sie gerne ein privates Frühstück oder Mittagessen hätten – und warum?
Ich weiß, dies ist ein professioneller Artikel und ich sollte vermutlich sagen, eine Frau in der Technologiebranche, aber ich habe die Halbzeitshow des Super Bowls gesehen, und wer würde sich nicht gerne mit Rihanna zusammensetzen? Sie verkörpert wie keine andere, sich nicht darum zu kümmern, was andere denken, nach den eigenen Zeitplänen zu arbeiten, Dinge zu tun, die einen erfüllen, und ganz man selbst zu sein.
