Die richtige UX-Community zu finden, kann dir helfen, dich mit Mentoren zu vernetzen, Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen und Branchentrends immer einen Schritt voraus zu sein. Hier erhältst du einen Überblick über die Communities, in denen Designer sich gegenseitig unterstützen, gemeinsam lernen und in jeder Phase ihrer Karriere Inspiration finden.
Die 11 besten UX-Communities
Im Folgenden findest du meine Zusammenfassungen der besten UX-Communities, die es in meine engere Auswahl geschafft haben, sowie weitere erwähnenswerte Optionen. Meine Bewertungen geben einen Überblick über die Zielgruppe, Größe, Kosten und weitere Aspekte jeder Community.
1. Interaction Design Foundation – Am besten für strukturierte Lernpfade im UX-Bereich

- Zielgruppe: UX-, UI- und Produktdesigner weltweit
- Größe: mehr als 1.146.303 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: $22/Monat
- Plattform: Website, private Foren, lokale Treffen vor Ort
Die Interaction Design Foundation (IxDF) ist eine globale Plattform und Community für UX-Ausbildung, die seit 24 Jahren besteht. Sie basiert auf Kursen und Ressourcen, die von mehr als 241 Branchenführern aus Unternehmen wie Google, Adobe, NASA und Disney entwickelt wurden – darunter auch die UX-Legende Don Norman.
Diese Community richtet sich an Designer in jeder Karrierephase, die strukturiertes Lernen mit anerkannten Nachweisen und einem globalen Netzwerk von Gleichgesinnten verbinden möchten.
Warum beitreten? Wenn du deine UX-Kenntnisse systematisch aufbauen oder vertiefen möchtest, bietet dir IxDF unbegrenzten Zugang zu 41 Kursen im Selbststudium, 159 Meisterkursen und 271 herunterladbaren Vorlagen. Besonders ist die Verbindung des Lernangebots mit einer echten Community: Du erhältst Zugang zu Foren nur für Mitglieder, in denen du Feedback zu deinem Portfolio und Ratschläge für deine Karriere bekommst, sowie zu lokalen Meetup-Gruppen in 496 Städten in 106 Ländern.
Ich würde IxDF besonders empfehlen, wenn du in den UX-Bereich wechselst oder auf Qualifikationen hinarbeitest, die du tatsächlich in deinen Lebenslauf und dein LinkedIn-Profil aufnehmen kannst.
2. Designer Hangout – Am besten mit privatem Slack-Bereich für geprüfte UX-Profis

- Zielgruppe: UX-Designer und UX-Forscher mit mittlerer und umfangreicher Berufserfahrung
- Größe: mehr als 23.000 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Nur auf Einladung
- Plattform: Slack, Website, Treffen vor Ort, virtuelle Frage-und-Antwort-Sitzungen
Designer Hangout ist eine private Slack-Community nur auf Einladung für berufstätige UX-Designer und UX-Forscher mit weltweit mehr als 23.000 Mitgliedern. Um beizutreten, reichst du dein LinkedIn-Profil zur Prüfung ein – dieser Prüfprozess sorgt für die hohe Qualität der Gespräche.
Warum beitreten? Anders als in offenen Design-Communities ist hier jedes Mitglied als UX-Profi tätig. Das bedeutet, dass die Diskussionen über Karrieren, Tools, Feedback und Branchentrends substanziell sind und auf Augenhöhe stattfinden. Außerdem erhältst du Zugang zu Live-Fragerunden mit bekannten UX-Führungskräften wie Jared Spool und Jessica Ivins, zu einer UX-spezifischen Jobbörse und zu Möglichkeiten, dich vor Ort mit Praktikern aus deiner Region zu vernetzen.
Ich würde sagen, dass dies einer der besten Orte ist, um echte berufliche Beziehungen zu anderen UX-Praktikern aufzubauen – und sobald du aufgenommen wurdest, ist die Mitgliedschaft kostenlos.
3. ADPList – Am besten für kostenlose persönliche UX-Mentoring-Sitzungen

- Zielgruppe: UX- und Produktdesigner, die weltweit Mentoring suchen
- Größe: Über 1.000.000 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Kostenlos
- Plattform: Website, Videoanrufe, Module zur Interviewvorbereitung
ADPList wurde 2020 gegründet und hat sich zu einer globalen Mentoring-Plattform mit über 1 Mio. Mitgliedern und mehr als 38.000 freiwilligen Mentoren entwickelt. Sie umfasst einen großen Pool an erfahrenen UX- und Produktdesignern von Unternehmen wie Microsoft, Meta und Airbnb.
Jede Sitzung ist kostenlos, was sie meiner Meinung nach für leicht zugängliche Beratung auf Expertenniveau wirklich schwer zu übertreffen macht.
Warum beitreten? Du kannst 1:1-Sitzungen für Portfolio-Besprechungen, Feedback zu deinem Lebenslauf, Gehaltsverhandlungen oder Probeinterviews buchen, die auf bestimmte Rollen bei bestimmten Unternehmen zugeschnitten sind. Die Sitzungen werden aufgezeichnet und mit KI-generierten Zusammenfassungen und Handlungspunkten versehen, sodass du tatsächlich mit etwas Konkretem daraus hervorgehst.
Wenn du gerade den Übergang in eine Karriere im UX-Bereich bewältigst oder dich in Richtung einer leitenden Position weiterentwickeln möchtest, würde ich hier anfangen.
4. Ladies that UX – Am besten für Frauen, die lokale UX-Gruppen suchen

- Zielgruppe: Frauen im UX-Design in jeder Karrierephase
- Größe: Über 10.000 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Kostenlos
- Plattform: Persönliche Treffen, Website, Medium, Podcast, Konferenzen
Ladies that UX wurde 2013 in Manchester von den UX-Profis Lizzie Dyson und Georgie Bottomley gegründet und ist eine globale Community, die speziell für Frauen im UX-Bereich geschaffen wurde. Sie verfügt über mehr als 50 lokale Gruppen in Nordamerika, EMEA, LATAM und APAC. Sie ist eine der wenigen UX-Communities, bei denen der persönliche Austausch im Mittelpunkt steht und nicht nur eine nachträgliche Ergänzung ist.
Warum beitreten? Jede Gruppe organisiert ihre eigenen lokalen Treffen – entspannte Veranstaltungen ohne großen Druck, bei denen gemeinsames Problemlösen und echte Gespräche im Mittelpunkt stehen. Neben den Treffen erhältst du Zugang zu einer mehrsprachigen Medium-Publikation, einem Podcast und ihrer UX-Konferenz.
Ich würde dir besonders empfehlen, dir diese Community anzusehen, wenn du persönlichen Austausch mit anderen Frauen im UX-Bereich suchst. Suche zunächst einfach nach deiner nächstgelegenen Gruppe, da die Aktivitäten je nach Stadt unterschiedlich umfangreich sind.
5. Friends of Figma – Am besten für lokale Figma-Treffen

- Zielgruppe: UX- und Produktdesigner weltweit, die Figma verwenden
- Größe: Über 100.000 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Kostenlos
- Plattform: Persönliche Treffen, Website, virtuelle Veranstaltungen, soziale Medien
Friends of Figma ist ein globales Netzwerk lokaler, von der Community organisierter Gruppen für Designer, Entwickler und PMs, die Figma verwenden. Unterstützt wird es von Figma, dem Unternehmen selbst, organisiert wird es jedoch von freiwilligen Gruppenleitern in über 100 Städten weltweit.
Dies ist eine der wenigen UX-Communities, bei denen der Schwerpunkt klar auf praxisnahem, werkzeugorientiertem Lernen statt auf umfassenderer Designtheorie liegt.
Warum beitreten? Die Veranstaltungen der lokalen Gruppen reichen von ungezwungenen Kaffeetreffen und Portfolio-Besprechungen bis hin zu Make-a-thons – Design-Sprints mit Figma Make, der KI-Funktion von Figma –, bei denen du kostenlose KI-Credits und Preise gewinnen kannst. Bei vielen Veranstaltungen sind außerdem Figma Design Advocates und Mitglieder des Produktteams dabei. So erhältst du direkten Zugang zu den Menschen, die das Werkzeug entwickeln, das du täglich verwendest.
Ich würde sagen, diese Community ist ideal, wenn du deine Figma-Fähigkeiten verbessern und ein lokales Netzwerk aufbauen möchtest. Prüfe vor der Anmeldung einfach, ob es in deiner Stadt eine aktive Gruppe gibt.
6. UX Collective – Am besten für die Veröffentlichung eigener Texte über UX

- Zielgruppe: UX- und Produktdesigner, die sich für das Schreiben und Lesen interessieren
- Größe: Mehr als 622.000 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Kostenlos
- Plattform: Website, Medium, Substack-Newsletter, soziale Medien
UX Collective ist eine von Fabricio Teixeira und Caio Braga gegründete Design-Publikation und ist auf mehr als 622.000 Follower auf Medium angewachsen. Sie veröffentlicht täglich Beiträge über UX, Produktdesign und AI von Designern aus aller Welt.
Warum beitreten? Was UX Collective besonders macht, ist die Möglichkeit, eigene Artikel vorzuschlagen und neben einer globalen Gemeinschaft von Designfachleuten zu veröffentlichen. Die Beiträge sind eher strategisch und essayistisch ausgerichtet und behandeln Themen wie die Auswirkungen von AI auf Design, Designsysteme und die Philosophie des Handwerks statt Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Ich würde die Plattform empfehlen, wenn du dir als Designautor eine eigene Stimme aufbauen oder auf dem Laufenden bleiben möchtest, wohin sich die umfassendere Diskussion über UX entwickelt.
7. Hexagon UX – Am besten für Mentoring von Frauen und nichtbinären Personen

- Zielgruppe: UX-Fachkräfte aller Erfahrungsstufen, die Frauen oder nichtbinär sind
- Größe: Mehr als 7.500 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Kostenlos
- Plattform: Website, Slack (pausiert), lokale Treffen, Mentoringprogramm
Hexagon UX ist eine kostenlose, gemeinnützige Community, die 2013 für Frauen und nichtbinäre UX-Fachkräfte gegründet wurde. Sie wird vollständig von Freiwilligen betrieben und basiert auf lokalen Veranstaltungen, einem strukturierten Mentoringprogramm und einer globalen Slack-Community.
Warum beitreten? Das zwölfwöchige Mentoringprogramm ist hier der eigentliche Anziehungspunkt – es bringt dich mit erfahrenen UX-Fachkräften aus Unternehmen wie Airbnb, Google und Facebook zusammen und bietet strukturierte, persönliche Begleitung, wie du sie in den meisten Communities nicht findest. Die Veranstaltungen gehen ebenfalls weit über das eigentliche Designhandwerk hinaus und behandeln Themen wie Gehaltsverhandlungen, Altersdiskriminierung und psychische Gesundheit.
Wichtig zu wissen: Slack ist derzeit für neue Mitglieder pausiert, während das Team die Plattform neu aufbaut. Veranstaltungen lokaler Gruppen und Bewerbungen für das Mentoring sind jedoch weiterhin möglich.
8. Mixed Methods – Am besten für den Austausch unter Fachkollegen in der UX-Forschung

- Zielgruppe: UX-Forschende aller Erfahrungsstufen weltweit
- Größe: Mehr als 26.500 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Kostenlos
- Plattform: Slack, Website, Podcast-Archiv
Mixed Methods begann 2017 als Podcast der UX-Forscherin Aryel Cianflone, die sich mit anderen Fachleuten vernetzen und durch Gespräche mit Experten ihr eigenes Lernen beschleunigen wollte. Seitdem ist daraus eine Slack-Community mit mehr als 26.500 UX-Forschenden weltweit entstanden.
Warum beitreten? Der Slack-Bereich bietet heute den größten Mehrwert – er ist einer der größten kostenlosen Austauschorte, die speziell für UX-Forschende geschaffen wurden. Daher bleiben die Gespräche auf Methodik, Research Operations und das Handwerk konzentriert, statt sich allgemein um Design zu drehen. Auch das Podcast-Archiv ist eine Erkundung wert. Die Folgen mit Jared Spool, Indi Young, Kate Towsey und Michael Margolis gehen ausführlich auf die Forschungspraxis ein.
Ich würde empfehlen, mit den richtigen Erwartungen beizutreten: Der Podcast pausiert seit 2020, daher handelt es sich eher um eine selbstorganisierte Peer-Community als um eine aktiv programmierte Gemeinschaft – aber wenn du ein großes, kostenloses Netzwerk von Forschenden suchst, mit denen du gemeinsam nachdenken kannst, wirst du hier fündig.
9. Design Buddies – Am besten für angehende UX-Designer

- Zielgruppe: Designer am Anfang ihrer Karriere, Studierende und Quereinsteiger im UX-Bereich
- Größe: Mehr als 150.000 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Kostenlos
- Plattform: Discord, Website, Luma, Substack, Hop, Pallet, persönliche Treffen
Design Buddies wurde von Grace Ling gegründet und hat sich mit mehr als 150.000 Mitgliedern auf Discord zu einer der größten Design-Communities der Welt entwickelt. Die Community richtet sich speziell an angehende Designer, die Kontakte, Unterstützung und Möglichkeiten suchen.
Warum beitreten? Wenn du in den UX-Bereich einsteigst, bietet dir Design Buddies die nötige Infrastruktur dafür. Die Mentoring-Plattform Hop bringt dich mit erfahrenen Designern zusammen, ein Jobportal vermittelt direkte Kontakte zu Personalverantwortlichen, und zehnwöchige Designprojekt-Kohorten helfen dir, praktische Erfahrung aufzubauen.
Der Discord-Server ist aktiv und gesellig, sodass du andere findest, Feedback zu deinem Portfolio erhältst und sowohl online als auch persönlich an Veranstaltungen teilnehmen kannst. Wenn du ruhigere, stärker fokussierte Communities bevorzugst, solltest du deine Erwartungen entsprechend anpassen: Mit mehr als 150.000 Mitgliedern geht es lebhaft zu, aber diese Größe bedeutet auch, dass fast immer jemand bereit ist zu helfen.
10. Women Talk Design – Am besten für angehende Design-Speakerinnen und -Speaker

- Zielgruppe: Frauen und nichtbinäre UX- und Design-Fachkräfte
- Größe: Mehr als 700 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Kostenlos
- Plattform: Website, Mighty Networks, Workshops, Online-Veranstaltungen
Women Talk Design wurde 2013 von Christina Wodtke – Dozentin für Mensch-Computer-Interaktion an der Stanford University und Autorin – gegründet, um die Stimmen von Frauen und nichtbinären Personen in Design und Technologie zu stärken. Seitdem ist daraus ein Verzeichnis mit mehr als 700 Speakern sowie eine private Community auf Mighty Networks entstanden. Die Organisation wird von CEO Danielle Barnes gemeinsam mit einem kleinen, engagierten Team geführt.
Warum beitreten? Wenn du eine Designerin oder ein nichtbinärer Designer bist und auf Konferenzbühnen auftreten möchtest, bietet dir Women Talk Design ein Speaker-Verzeichnis, über das dich Veranstaltungsorganisatoren entdecken können. In dieser privaten Community kannst du Vortragsthemen ausarbeiten und Möglichkeiten teilen. Außerdem gibt es Speaker-Trainingsprogramme, die dir helfen, deinen Vortrag tatsächlich zu entwickeln und zu halten.
Es ist wichtig zu wissen, dass diese Community speziell auf das Thema Vorträge ausgerichtet ist. Wenn du nach einem allgemeinen Austausch mit anderen UX-Fachkräften suchst, ist sie daher nicht die richtige Wahl. Wenn du jedoch als Design-Fachkraft eine öffentliche Präsenz aufbauen möchtest, ist dies meiner Meinung nach die fokussierteste Community für dieses Ziel.
11. Dribbble – Am besten zum Präsentieren von UI-Arbeiten

- Zielgruppe: UX-, UI- und Produktdesigner weltweit
- Größe: mehr als 1.000.000 Mitglieder
- Mitgliedschaftskosten: Kostenlos
- Plattform: Website, Jobbörse, Marktplatz
Dribbble startete 2009 als Portfolio-Plattform für Designer, die nur auf Einladung zugänglich war, und hat sich zu einem der bekanntesten Orte entwickelt, an denen Designarbeiten online geteilt und entdeckt werden. Die Plattform wird von einem vollständig dezentral arbeitenden Team betrieben und von Millionen Designern weltweit genutzt.
Warum beitreten? Dribbble ist weniger eine Diskussionsgemeinschaft als vielmehr eine professionelle Präsenz. Ihr Profil dient als fortlaufend gepflegtes Portfolio, das Personalverantwortliche und Kunden aktiv durchsuchen, wenn sie nach Designtalenten suchen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einer Jobbörse, einem Marktplatz zum Verkauf digitaler Ressourcen wie Icons und Vorlagen sowie zu Aufträgen für Freiberufler über die InstantMatch-Funktion.
Meiner Meinung nach ist Dribbble besonders wertvoll, wenn visuelle Gestaltung einen zentralen Teil Ihrer Arbeit ausmacht. Wenn Sie in der UX-Forschung tätig sind oder sich stark auf Strategie konzentrieren, ist die Plattform für Ihren Arbeitsalltag möglicherweise weniger relevant.
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